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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

In den Medien und den sozialen Foren wird derzeit viel über die 20%ige Erhöhung der Vergütung der Lufthansa-Vorstände geschrieben. Hier ein Beispiel zur Berichterstattung. Zu Recht fragen sich sehr viele Kolleginnen und Kollegen, was das in Zeiten soll, in denen der Vorstand von all seinen Mitarbeitern Einsparungen verlangt und an vielen Stellen auch schon durchgesetzt hat. Benchmark! Eine beliebigere Begründung ist uns in den vergangenen Jahren nicht untergekommen. Ein solcher Benchmark, sprich der Vergleich zu Mitbewerbern, muss am Tariftisch vor allem dann herhalten, wenn begründet wird, warum wir abgeben sollen.

 

Jetzt wurde mit dem gleichen Instrument begründet, warum man etwas bekommen muss: Den Vorstand der LH unter dem Niveau anderer Dax-Vorstände zu bezahlen, sei nicht vertretbar. Also wird einfach mehr gezahlt. Und zwar deutlich mehr. Über Vergütungserhöhungen von im Schnitt 20% dürfen sich die Vorstände wegen dieses Vergleichs freuen. Doch nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

Kein anderer Dax-Konzern befindet sich derzeit in einem vergleichbaren Umbruch. Die Kollegen der VC haben jüngst rote Linien überschreiten müssen und Einsparungen zugesagt, bei den Servicegesellschaften wie Lufthansa Technik und LSG werden Tarifbedingungen abgesenkt, Betriebsteile geschlossen oder gleich ganz ins Ausland verlagert. Selbst die Leitungsriege bleibt nicht verschont und so wird unter anderem eine ganze Führungsebene unter der Projektüberschrift GAP gestrichen. In der Kabine bekommen wir die Auswirkungen in der Verwaltung täglich zu spüren: Rekordzeiten in den Warteschleifen bei Gesundmeldungen oder der quasi abgeschaffte Tauschtisch sind nur zwei Beispiele dafür.

Wir als Kabine haben genauso einen Beitrag in der Umstrukturierung geleistet. Allerdings konnten wir uns an den entscheidenden Stellen dem Willen der Geschäftsleitung widersetzen und haben strukturelle Einsparungen vereinbart, anstatt solche mit dem Brecheisen. Die Kabine insgesamt und jeder Einzelne für sich, hat auf diese Weise die Möglichkeit evolutionär, statt revolutionär den veränderten Anforderungen zu begegnen. Anders ausgedrückt: Die Kabinenkosten sind gesunken, ohne dass jemandem etwas genommen wurde. Vergütungserhöhungen des Vorstands werden im Aufsichtsrat beschlossen.

Wir dürfen aus rechtlichen Gründen leider nichts zum Abstimmungsverhalten im Aufsichtsrat des Konzerns sagen. Nicht einmal zum Abstimmungsverhalten unserer eigenen Aufsichtsratsmitglieder dürfen wir uns äußern. Doch was wir sagen können: Als UFO waren und sind wir gegen jedwede Erhöhung der Vorstandsvergütung in diesen Zeiten. So lange wir als Arbeitnehmer noch immer die Taschen aufhalten sollen, hat der Vorstand seine Hausaufgaben nicht erledigt. Mit den Gehaltserhöhungen der Arbeitnehmer in den anderen Dax-Konzernen dürfen wir uns regelmäßig nicht vergleichen – dann soll dies unser Vorstand bitte auch unterlassen und die Mitarbeiter aller Bereiche vernünftig behandeln UND gute Ergebnisse einfahren. Dann können auch die Bezüge erhöht werden - und zwar für alle.

Eure UFO

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Eurecca

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