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Zu 1. – die „Alten“ zahlen für die „Jungen“


Ja, diese Schlichtungsempfehlung folgt u. a. dem Prinzip einer sozialen „Umverteilung“. Was es zu verteilen gab, wurde überproportional in die untersten Gehaltsstufen gesteckt. „Unten mehr zu tun als oben“, war das erklärte Ziel der UFO in dieser Runde. Die Gründe dafür sind einfach – diese ggf. individuell zu akzeptieren ist für einige Betroffene verständlicherweise schwieriger. Wir waren angetreten, um in dieser Runde u. a. die Vorschaltstufen abzuschaffen. Dies ist wenn auch nur in Teilen gelungen und am Ende profitieren davon nicht nur diejenigen, die akut davon betroffen waren, sondern die Gesamtkabine. Dies ist nicht zuletzt der Fall, weil die Versorgungssysteme an sich durch diese Maßnahme stabilisiert werden.  Alle anderen haben eine Pauschalerhöhung erhalten und sich an anderen Stellen an Produktivitätsmaßnahmen und Absicherungslösungen beteiligt. Diese Maßnahmen sind grundsätzlich für alle gleich „bitter“. 
Eine einmalige Stufenaussetzung trifft jedoch alle, außer die Kollegen, die bereits ihre individuelle Endstufe erreicht haben. NUR deshalb hat der Schlichter den Betrag für diese Kollegen halbiert. Es ist nicht so, dass ohne die Maßnahmen in den Vorschaltstufen dieser Betrag höher ausgefallen wäre. Man darf sich individuell darüber ärgern, dass es nur 50.- EURO sind. Es ist allerdings nicht richtig, zu vermuten, dass mit dem Rest, der zum Gesamtvolumen beim Einzelnen in den Endstufen fehlt, die unteren Gehaltsstufen gegenfinanziert worden sind. 

Außerdem ist das Prinzip – die „Alten“ helfen den „Jungen“ – eine Systematik, die nicht nur der Tatsache geschuldet ist, dass die oberen Stufen ein „breiteres Kreuz“ haben. Wir haben damit unsere Strukturen erhalten können, die eben besonders in den oberen Stufen immer wieder Angriffen ausgesetzt waren. Etwas, das den Kollegen am Boden schon 2005 nachhaltig nicht gelungen ist. Sie haben eine völlig neue Vergütungsstruktur bekommen – wurden mit der NVB von der ver.di im Jahr 2005 geradezu rasiert. Das wollten wir nicht zulassen.

„Payback“ in der anstehenden Versorgungsverhandlung:

Außerdem steht in den nächsten Monaten die Verhandlung der Versorgungssysteme im gesamten Konzern an. Auch der Tarifvertrag der Alters- und Übergangsversorgung der UFO kann zum Ende nächsten Jahres von LH gekündigt werden. Hier wird es umgekehrt sein MÜSSEN.

Die Kollegen, die am längsten in der Kabine arbeiten, deren Übergangsversorgung mehr oder weniger kurz bevor steht, müssen in diesen anstehenden Verhandlungen besonders geschützt werden. Auch wenn sich Gesetzesänderungen (z. B. Rente mit 67) ungünstig auf uns alle auswirken, so müssen wir an dieser Stelle darauf achten, dass die sogenannten „versorgungsnahen Jahrgänge“ besonders geschützt werden. Kollegen, die noch Jahrzehnte von der Übergangsversorgung entfernt sind, haben noch die Zeit, sich etwaige Lücken, die nicht zuletzt durch o. g. Gesetzesänderungen auftreten, durch private Zusatzvorsorge o. ä. abzufedern.

Sprich – hier werden die „Jungen“ solidarisch für die „Alten“ einstehen müssen. Es wird also eine „richtige“ und eben nicht eine gleichmachende „Pseudogerechtigkeit“ geben. 

Für uns, in der Verantwortung der UFO, ist es in jedem Augenblick nötig solche Gesamtzusammenhänge im Auge zu behalten und ggf. auch sehr deutlich darauf hin zu weisen auch wenn dies teils unpopulär scheint.

Last but not least: Die erhaltenen und teils verbesserten Strukturen gelten unbefristet. Die Maßnahmen zur Absicherung wirken größtenteils nur temporär. Die Gehaltserhöhung etwa mit der „5%-Zwangs-Teilzeit“ direkt aufzurechnen, wird dem Thema nicht gerecht.

Ich freue mich sehr, dass es abgesehen davon, viele der Dienstalten gibt, die sich noch gut daran erinnern, dass die damaligen Classic-Kollegen mit Solidaritätsbeiträgen die Expressler in die alten, jetzigen Strukturen reintegriert haben.

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Eurecca

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