
EurECCA’s statement on the EU–Qatar Comprehensive Air Transport Agreement
EurECCA’s statement on the EU–Qatar Comprehensive Air Transport Agreement

In einer aktuellen Stellungnahme äußert sich EurECCA zur bestätigten Pflichtverletzung eines hochrangigen EU-Beamten im Kontext der Verhandlungen zum EU–Qatar-Luftverkehrsabkommen. Aus Sicht des europäischen Dachverbands wirft dieser Vorgang ernsthafte Fragen zur Transparenz und Integrität des politischen Entscheidungsprozesses auf – insbesondere bei einer Vereinbarung, die weitreichende Folgen für Wettbewerb, Beschäftigung und Arbeitsbedingungen im europäischen Luftverkehr hat.
Das Abkommen war bereits zuvor umstritten, weil es aus Sicht von EurECCA kein faires Gleichgewicht bei Wettbewerbsbedingungen und sozialen Standards herstellt. Wenn nun auch der politische Kontext der Verhandlungen ethisch belastet ist, stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Legitimität des Ergebnisses.
Für UFO ist klar: Luftverkehrsabkommen sind keine rein wirtschaftlichen Verträge. Sie betreffen unmittelbar Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen und die Zukunft der Beschäftigten in Deutschland und Europa. Marktöffnung darf nicht auf Kosten sozialer Sicherheit und fairer Standards erfolgen.
EurECCA fordert deshalb die Aussetzung des Abkommens und eine umfassende Neubewertung unter transparenten Bedingungen. Auch die UFO unterstützt diese Forderung. Europäische Luftverkehrspolitik muss fairen Wettbewerb, soziale Verantwortung und demokratische Kontrolle gleichermaßen gewährleisten.