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Handelsblatt Research Institute vergleicht die Wettbewerbsbedingungen im internationalen Luftverkehr

Eine Studie des Handelsblatt Research Institute belegt, dass der Wettbewerb im internationalen Luftverkehr zunehmend verzerrt wird. Vor allem die deutsche Luftfahrt kann nur noch mit Fußfesseln am internationalen Wettbewerb teilnehmen.

 

Die Untersuchung der wichtigsten Einflussfaktoren auf die Wettbewerbsfähigkeit im Luftverkehr zeigt, dass die Standortbedingungen in Deutschland für die deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich darstellen. Die Studie stellt heraus, dass die deutsche Politik Möglichkeiten hätte, über Modifikationen an der nationalen Luftverkehrsteuer, der Ausgestaltung des EU-Emissionshandels und der

Betriebszeitenbeschränkungen von Flughäfen einen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen zu leisten.

Neben  Luftverkehrsabgaben, Emissionshandel, Betriebszeitenbeschränkungen und komplexen Genehmigungsverfahren sind auch die Arbeits- und Sozialstandards in den Herkunftsländern der Airlines mitausschlaggebend für die ungleichen Wettbewerbsbedingungen in der Luftfahrt.

"Tarifliche und gesetzliche Arbeits- und Sozialstandards sind Grundwerte der deutschen Gesellschaft, die es zu erhalten gilt. Mit unfairen Wettbewerbsbedingungen werden diese zu unser aller Schaden zerstört, deshalb muss die Politik jetzt handeln", fordert der Vorsitzende der Vereinigung Cockpit Ilja Schulz.

"Der Wettbewerb im internationalen Luftverkehr wird zwar global ausgetragen, doch es sind vor allem die geltenden Rahmenbedingungen in den Heimatländern, die darüber entscheiden, wer im Wettbewerb bestehen kann", sagt Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Verbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Die Wettbewerbschancen der deutschen Anbieter von Luftverkehrsleistungen werden durch eine nationale Luftverkehrsabgabe, Nachtflugverbote und einseitige Belastungen aus dem Emissionshandel stark beeinträchtigt. Die Bundesregierung muss mit einem neuen Luftverkehrskonzept wieder für faire Rahmenbedingungen für die deutsche Luftfahrt sorgen, so Siegloch.

"Wenn der Gesetzgeber nicht handelt wird der Druck auf die Arbeits- und Sozialstandards zunehmen. Auch werden sich Rufe nach protektionistischen Maßnahmen verstärken. Die deutsche Luftverkehrswirtschaft will dies nicht: Die Unternehmen stellen sich der Öffnung der Märkte und stehen für fairen Wettbewerb, für gute Arbeit und für Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz", so Siegloch weiter.

Das Handelsblatt Research Institut untersuchte im Auftrag des BDL, der Vereinigung Cockpit, Verdi und UFO (Unabhängige Flugbegleiter Organisation), wie Wettbewerbshemmnisse den wirtschaftlichen Erfolg  der deutschen Fluggesellschaften und Flughäfen  bremsen und welche Faktoren den Wettbewerb tatsächlich beeinflussen. 

 

Kontakt:

Dr. Christine Kolmar, Leiterin Kommunikation BDL, Christine.kolmar@bdl.aero, Tel.: +49 (0)30 520077-115 ,Mobil: +49 (0)173 5490 629

Jörg Handwerg, Pressesprecher Vereinigung Cockpit, Handwerg@vcockpit.de, Tel: +49 (0)69 695976-101, Mobil: +49 (0)176 16959000

 

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