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Die UFO-Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, den 24.01.2018 ab 12:00 Uhr im Main-Airport Center statt – Tagesordnung hier (bitte vorher einloggen) +++

Liebe Kolleginnen und Kollegen der SunExpress Deutschland,

der Sommer war turbulent, bei Euch an Bord und im Unternehmen durch personelle Veränderungen im Management Board. Aber auch bei Eurer Gewerkschaft, weil seit dem 15. August 2017 – scheinbar über Nacht - etwa 3.000 Kabinenarbeitsplätze bei airberlin zur Disposition standen und stehen.

Dieser Veränderungsprozess in der Branche hat allerdings die Bedeutung der Airlines, die derzeit schon für Eurowings (EW) fliegen, verstärkt. So dass wir auf der Basis der Perspektive von 6-7 Langstreckenflugzeugen von einem klar definierten Betrieb SunExpress ausgehen, und uns jetzt verstärkt damit beschäftigen, wie wir als Eure Tarifkommission zusammen mit den beiden UFO- Kollegen, Uwe Hien und Olaf Boedecker, unser Anliegen, eine Personalvertretung zu etablieren, vorantreiben.

Am 14. November 2017 haben wir an alle unsere Mitglieder einen Link (www.bit.ly/ufo-pv1) zu einem animierten Film verschickt, der uns anschaulich zeigt, wie wir zu einem Betriebsrat kommen, der bei uns in der Fliegerei “Personalvertretung“ heißt. Dass diese Institution längst überfällig ist, zeigt schon das Interesse an einer Inanspruchnahme des UFO-Rechtsschutzes durch SXD-Mitglieder: Zehn Kollegen haben sich bereits an uns mit der Bitte um juristische Unterstützung gewandt.

Auch aktuell gibt es diverse Themen, wo die SXD „einfach macht“:
Es wird noch zu gewährender Urlaub einfach eingeplant, ohne bei den betroffenen Kollegen nachzufragen. Normalerweise müsste mindestens die Personalvertretung konsultiert werden, damit die Grundsätze zur Gleichbehandlung eingehalten werden. Für die Urlaubsvergabe 2018 veröffentlicht der Head of Scheduling völlig kopflos einfach, dass nicht mehr als 14 Urlaubstage am Stück vergeben werden. Das wird dem Anspruch des Gesetzes nicht gerecht. Darüber hinaus würde keine Personalvertretung der Welt eine solche Vorgabe akzeptieren, weil sie einfach Unsinn ist.

Die SXD erklärt zwar, dass strikt nach Seniorität vorgegangen wird, praktisch findet das aber nicht statt, weil es eine Personalvertretung, die das zu kontrollieren hätte, noch nicht gibt. Beispielhaft sind hier Flugvergabe, OFF-Request und Urlaubsvergabe genannt. Der Gipfel in der Herstellung von Chaos ist, wenn man Kollegen wie in MUC während des Urlaubs anruft und sie bittet, aus dem Urlaub einen Einsatz zu übernehmen!

Auch das Chaos mit der Umstationierung CGN-MUC und zurück, dass befristete Kollegen mit unbefristeten Verträgen gelockt werden unter Außerachtlassung jeglicher Seniorität, dass Menschen bereits ihren Standort zu verlagern begonnen haben, und dann alles wieder zurückgedreht wird, das würde in einem Unternehmen mit Personalvertretung nicht passieren. Es würde auch nicht vorkommen, dass man den jungen Kolleginnen und Kollegen, die man für MUC eingestellt hat, ein Ticket für den Winter nach CGN bezahlt; und denen, die man einst nach CGN lockte, nicht entsprechend ihrer Seniorität als erstes nach MUC lässt, und schon gar nicht das Ticket für das Shutteln MUC-CGN erstattet.

Es ist auch nicht Standard, dass FB und Purser Serviceunterlagen und Konzepte elektronisch zur Verfügung gestellt bekommen und sich im Selbststudium aneignen müssen, ohne Zuschreibung von Arbeitszeit. Der Auftraggeber DLH fände das Vorgehen sicher weder witzig noch professionell, immerhin gab es für die airberlin-Kollegen im Einsatz für EW eine Präsenzschulung den EW-Service betreffend.

Last but not least für heute wäre eine Personalvertretung „pain in the neck“ des Arbeitgebers, was versprochene und noch immer fehlende Kälteschutzvorhänge angeht. Wenn der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nicht alleine nachkommt, wird es immer eine Aufgabe einer Personalvertretung sein, ihn darauf hinzuweisen, dass Abhilfe zu schaffen ist!

Und ob die Ruhesitze auf A330 der EASA-OPS, sprich den gesetzlichen Vorgaben, entsprechen, wissen wir nicht, denn die SXD stellt keine ausreichende Information zur Verfügung. Eine Personalvertretung hätte das Recht, diese einzufordern!

Was uns zudem ernsthaft Sorgen bereitet, ist der Umgang mit Kundenbefragungen. Uns, den Fliegern, wird im Betrieb erzählt, dass wir in der Kundenwahrnehmung so erfolgreich performen; in anderen Betrieben, die zur EW gehören, oder die für EW fliegen, wird den dortigen Mitarbeiten in Betriebsversammlungen erzählt, dass die Passagierzufriedenheit auf der EW-Langstrecke die niedrigste aller Werte aller sieben EW-Operator ist!

Das finden wir insofern schwierig, da es jetzt an der Zeit ist, den Realitäten ins Auge zu schauen, intern offener und ehrlicher zu kommunizieren und gemeinsam mit den interessierten und engagierten Kollegen der Tarifkommission die SXD nach vorne zu bringen.

Wenn nicht, werden die Langstreckenarbeitsplätze in Gefahr geraten, denn um die sechs A330 wird im Konzern schon gebuhlt. Und wenn ein interner Bewerber, weil der Konzernvorstand so draufschaut wie er draufschaut, damit argumentiert, dass das Produkt schlecht ist, dann geraten ganz schnell als erstes die SXD und die Mitarbeiter auf die Verliererstraße. Und das Management rettet sich zur GWI und erklärt sich dort zum Freund der Personalvertretung.

Wir möchten uns hier ausdrücklich für die ansteigende Unterstützung in Form von Mitgliedschaft bedanken!

Die Ungerechtigkeit in Eurem Unternehmen währt schon viel zu lange. Es wird Zeit, endlich aktiv zu werden und mitzureden!


Viele Grüße
Eure UFO-TK SunExpress
Antonio Beltran de la Mata, Romina Kral, Anuschka Temizkan, Zana Tonkovic, Florian Fleischer, Tümer Metin, René Zander sowie Olaf Boedecker und Uwe Hien von der UFO.


PS: Am 12.12. sind Eure UFO-Kollegen von 08.30 bis 17.00 Uhr für Euch in CGN in der Nähe des Creweingangs für Fragen, Anregungen und gute Gespräche anzutreffen. Kommt also einfach vorbei. Wir freuen uns auf Euch!

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