
Gar nicht so
#joyful
Gar nicht so
#joyful

Liebe Kolleg*innen,
Diamanten entstehen bekanntlich unter Druck. Und scheinbar müssen wir diesen erhöhen, sonst verändert sich nichts.
Zugegeben, euer CEO hat gewechselt und der neue hat sich erst kürzlich auf der Personalversammlung im Dezember bei den Anwesenden vorgestellt. Wir finden: Das sollte jetzt genug Zeit zur Einarbeitung gewesen sein. Deshalb melden wir uns sehr zeitnah beim Arbeitgeber mit unseren Forderungen zu eurem Mantel- und eurem Vergütungstarifvertrag sowie weiteren Tarifthemen. Wo euch der Schuh drückt, ist bekannt. Für alle die es nochmal nachlesen wollen – vielleicht die Managementebene - empfehlen wir unsere Newsletter des vergangenen Jahres, die ihr auf unserer Website finden könnt. Das war unsere Liste für dringend benötigte Entlastung:
Das muss in euren MTV:
Ruhezeiten: Die Planung muss euren Schlafrhythmus schützen.
DeepEarly eindämmen: keine DeepEarly vor Langstrecken, Grenzen für Anzahl und Abfolge von allen Frühaufstehern
OFF-Tage in Beton gießen: mindestens 4 oder 2 x 2 requestbare, zusammenhängende OFF-Tage pro Monat, ohne dass dadurch der Flug Bid hinten runterfällt, keine Zerschneidung von OFF-Blöcken durch einzelne Kurzstrecken
Standby / Reserve Obergrenzen: die Bereitschaftstage pro Jahr begrenzen, maximale Kettenlängen festziehen, faire Verteilung über CMs und RCMs, klare Aktivierungsregeln am Ende der Ketten
Deadhead (DH) ist Belastung & Belastung muss vergütet werden: DH-Flüge müssen mit Blockstunden versehen werden. Hierbei geht es nicht um ein Freizeitvergnügen, sondern um eine dienstliche Tätigkeit. Proceeding-Klassen für die Kabine überarbeiten.
Wunscherfüllung & Planungsfairness: verbindliche Zielquoten für Bid-Wünsche und die Zusage für die Einführung eines richtigen Requestsystems
Den vollständigen Newsletter findet ihr hier: https://www.ufo-online.aero/de/themen/discover/item/2574-was-stimmt-nicht-mit-dem-mtv.html
Getan hat sich seitdem nichts. Ver.di und der Arbeitgeber ducken sich gemeinsam weg und haben keine Lösung für eure Probleme.
Eure UFO- und VC-Betriebsräte halten mit aller Kraft dagegen und flicken euren löchrigen MTV, wo es geht, weshalb sie auch bei der nächsten Betriebsratswahl im Mai wieder eure Stimme verdient haben. Alle Infos, Fotos und Details zu unserem Team findet ihr hier: www.together4y.com.
100% Kabine, 100% echt und 150% engagiert
Insgesamt gibt es bei der Betriebsratswahl nur 19 Plätze.
Deshalb stehen auf unserer UFO-Liste (Liste 1: UFO 4You) keine „Füllkandidat*innen“: keine Personen, die nur ihren Namen und ihre Social-Media-Reichweite zur Verfügung stellen, um andere nach vorne zu bringen.
Das bedeutet: Realistisch – und wenn man das ehrlich und transparent kommuniziert – haben vor allem die ersten etwa 15 Kandidierenden eine Chance, in den Betriebsrat zu kommen. Dazu kommen ein paar Nachrücker*innen, falls jemand ausfällt.
Warum ver.di hingegen 33 Kandidat*innen aufstellt, obwohl viele davon keine echte Chance auf einen Sitz haben, überlassen wir eurer eigenen Fantasie.
Ob Lang- oder Kurzstrecke, ob Business oder Leisure der Lufthansa-Konzern will euch und eure Kolleg*innen bei LHX zu euren Lasten billig und maximal flexibel halten. Diese Konzernlinie wird von den jeweiligen Geschäftsführungen in den Flugbetrieben durchgezogen. Dabei wird aber vergessen, dass um uns herum alles teurer wird, die Tankfüllung, um zur Arbeit zu kommen ein Drittel mehr kostet und maximale Flexibilität eure Gesundheit und euer Sozialleben beeinträchtigt. Dafür braucht es Schutzmechanismen.
Unser Appell bleibt: Organisiert euch, informiert euch und lasst euch das nicht länger gefallen.
Wir hören uns ganz bald wieder.
Eure UFO-Tarifkommission
Daniela Grgic (Sprecherin), Meikel Thürmann (stellv. Sprecher), Yasmin Abel, Florian Adam-Neumann, Nadine Bleymayr, Sabine Fischer, Antonios Nikolaou, Geena Suwald, René Zander, sowie Sylvia De la Cruz (UFO-Verhandlungsführung) und Tim Beyermann (UFO-Tarifreferent).



