
Verhandlungsauftakt übermorgen - unter schlechten Vorzeichen
Wir bitten in den kommenden Tagen um eure erhöhte Aufmerksamkeit
Verhandlungsauftakt übermorgen - unter schlechten Vorzeichen
Wir bitten in den kommenden Tagen um eure erhöhte Aufmerksamkeit

Liebe Kolleg*innen,
kurz vor Weihnachten haben wir euch vom unverschämten Antritt der LH berichtet. Wir hatten nach Monaten des Stillstandes eine Frist für einen Verhandlungsauftakt zu Arbeitsbedingungen und Absicherung gesetzt. Diese Frist hat LH kurzerhand für unnötig erklärt, uns Termine deutlich danach angeboten (den ersten übermorgen) und darauf beharrt. Das Motto wie in letzter Zeit üblich: „Von der Kabine lassen wir uns gar nix sagen“.
Was also tun? Wir hätten andere Termine suchen können – und damit den Einstieg weiter verzögert. Wir hätten bereits vor dem ersten Verhandlungstag einen Warnstreik ausrufen können. Das hätte ein paar Dinge zum Thema Augenhöhe geklärt und wir haben das sehr ernsthaft in Erwägung gezogen, weil es so nicht mehr weitergeht. Aber vor dem ersten Gespräch streiken hätten wir im Ergebnis – Unverschämtheit hin, Unverschämtheit her – dann doch für zu heftig gehalten. Streik ist immer das letzte Mittel und da sind wir noch nicht. Also gehen wir übermorgen hin.
Allerdings gehen wir mit ausgesprochen gedämpften Erwartungen in diese Verhandlungen und halten es für nicht unwahrscheinlich, dass das Management stumpf seinen Kurs von „ihr seid alle zu teuer, viel zu unproduktiv und wenn ihr frech werdet, dann machen wir eben noch viel mehr Tarifflucht“ weiterfahren wird. Wenn das so kommt, dann sind wir schnell am Ende miteinander.
Es ist also gut möglich, dass wir uns schon sehr bald wieder bei euch melden müssen. Entsprechend bitten wir euch speziell in den kommenden Tagen darum, besonders gut hinzuhören. Es kann nämlich sein, dass wir schneller als erwartet die Reihen schließen und ein Zeichen setzen müssen.
In diesem Sinne – stay tuned und stay united
Eure Tarifabteilung und Lufthansa Tarifkommission



